Öffentlicher Verkehr

Neue Züge auf der Vinschger Bahn zunächst zwischen Laas und Mals im Einsatz

Landesrat Daniel Alfreider betont die Bedeutung der Bahn für die Mobilität in Südtirol. Foto: LPA/Ressort Infrastrukturen und Mobilität

Die neuen elektrischen Triebzüge des Typs Coradia Stream ETR160 sind auf der Vinschger Bahn in Betrieb. Derzeit fahren sie täglich auf dem Abschnitt zwischen Laas und Mals. Nach Angaben des Ressorts für Infrastruktur und Mobilität ist dies der Auftakt für einen stufenweisen Einsatz der Fahrzeuge auf der gesamten Linie.

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider sprach von einem erfolgreichen Start. Die Bahn sei das Rückgrat der Mobilität, mit den neuen Garnituren beginne auf der Vinschger Strecke eine neue Phase. Die bisherigen Rückmeldungen wertete das Ressort als wichtigen Schritt hin zu einem moderneren, komfortableren und leistungsfähigeren Angebot.

Technisch anspruchsvolle Einführung

Die Inbetriebnahme sei mit hohem technischem und organisatorischem Aufwand verbunden, erklärte Alfreider. Neue Züge, Infrastruktur, Bordtechnik, Signalsysteme und Genehmigungsverfahren müssten aufeinander abgestimmt werden. Alstom übernehme dabei die technische Unterstützung, erste Ergebnisse seien dank der Zusammenarbeit aller beteiligten Partner bereits sichtbar.

Auch bei der SAD fällt die Zwischenbilanz positiv aus. Bahn-Abteilungsdirektor Maurizio Chiusa verwies auf die technische Komplexität der ersten Phase, sprach aber zugleich von einem vielversprechenden Niveau bei Qualität und Zuverlässigkeit. Die täglichen Erfahrungen auf dem Abschnitt Laas–Mals seien eine wichtige Grundlage für die nächsten Schritte und die spätere Ausweitung des Einsatzes.

Teil der Elektrifizierung und Modernisierung

Die neuen Fahrzeuge sind Teil des umfassenden Projekts zur Elektrifizierung und Modernisierung der Vinschger Bahn. Parallel dazu wird auf der Strecke das europäische Zugkontrollsystem ETCS Level 2 eingeführt. Dieses System ermöglicht eine laufende Kommunikation zwischen Zug und Infrastruktur, soll die Sicherheit erhöhen und die Leistungsfähigkeit der Strecke verbessern.

Bei den Coradia Stream ETR160 handelt es sich um Mehrsystemzüge für unterschiedliche Bahnnetze. Sie können mit 25 Kilovolt auf der Strecke Meran–Mals, mit drei Kilovolt im italienischen Netz und mit 15 Kilovolt im österreichischen Netz betrieben werden. Zudem sind sie mit jenen Signalsystemen ausgestattet, die für eine künftige Einbindung in die Netze von STA, RFI und ÖBB notwendig sind.

Alfreider sieht darin auch einen Beitrag zur besseren Anbindung des Vinschgaus. Mit den neuen Zügen würden Qualität und Kapazität des Angebots gesteigert und die Verbindungen in den Westen des Landes sowie nach Österreich und Europa verbessert.

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