Infrastruktur

Neue Plimabrücke in Latsch zehn Tage früher freigegeben

Am Freitag wurde die neue Brücke über den Plimabach nahe dem Gewerbegebiet von Latsch eröffnet. Foto: LPA/Ressort Infrastrukturen und Mobilität

Die neue Plimabrücke nahe dem Gewerbegebiet von Latsch ist seit Freitag wieder für den Verkehr geöffnet. An der Eröffnung nahmen unter anderem Landesrat Daniel Alfreider, Bürgermeister Mauro Dalla Barba, Vertreter des Straßendienstes, Planer sowie zahlreiche Bürger teil.

Die Bauarbeiten hatten am 20. Jänner begonnen. Nach Angaben des Landes konnte das Bauwerk zehn Tage vor dem vertraglich festgelegten Fertigstellungstermin abgeschlossen werden. Damit wurde die Verkehrsverbindung früher als geplant wiederhergestellt und die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung verkürzt.

Alte Brücke stammte aus dem Jahr 1906

Der Neubau ist Teil des Landesprogramms zur Überwachung und Instandhaltung der Straßeninfrastruktur. Dieses umfasst rund 1700 Brücken entlang der Staats- und Landesstraßen. Laut Landesverwaltung werden notwendige Eingriffe durch regelmäßige Kontrollen und standardisierte Verfahren priorisiert. In der Maßnahmenliste für 2025 lag die Brücke in Latsch an dritter Stelle.

Die bisherige Brücke war 1906 als Stahlfachwerkkonstruktion errichtet worden. Ihre vorgesehene Nutzungsdauer war laut Land längst überschritten, zudem entsprach sie in Sicherheit und Funktionalität nicht mehr den Anforderungen des heutigen Verkehrs. Deshalb fiel die Entscheidung auf einen vollständigen Neubau.

Die neue Brücke bleibt 26 Meter lang, wurde aber deutlich verbreitert: Die Fahrbahnbreite nahm von sieben auf zwölf Meter zu. Zusätzlich entstand ein neuer Gehsteig, der die Nutzung für Fußgänger verbessert.

Investition von rund zwei Millionen Euro

Technisch wurde das neue Bauwerk auf Pfählen gegründet, die auch bei größeren Hochwasserereignissen Stabilität gewährleisten sollen. Das Tragwerk besteht aus einer Stahl-Beton-Verbundkonstruktion.

Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro. Davon entfallen 1,5 Millionen Euro auf die Bauarbeiten, die von der Firma C.T.S. GmbH unter Einbindung mehrerer Unternehmen aus dem Vinschgau ausgeführt wurden. Die Planung übernahm das Ingenieurbüro Pohl+Partner aus Latsch. Projektkoordination, Bauleitung und statische Abnahme lagen bei technischem Personal der Landesverwaltung.

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