Nach Teileinsturz am Gerichtsplatz

20 Angebote für Ausweichquartier der Justiz in Bozen

Am Gerichtsplatz in Bozen werden die verbliebenen Teile des Gerichtsgebäudes weiter gesichert. Foto: LPA/Fabio Brucculeri

Nach dem Teileinsturz des Gerichtsgebäudes am Bozner Gerichtsplatz am 16. Juli liegen dem Land 20 Angebote für einen provisorischen Standort der Justizbüros vor. Die Frist der dazu veröffentlichten Markterhebung endete am 21. Juli um Mitternacht.

Landesrat Christian Bianchi spricht von großer Solidarität bei der Suche nach einem Ersatzstandort.
Landesrat Christian Bianchi spricht von großer Solidarität bei der Suche nach einem Ersatzstandort. | Foto: LPA/Fabio Brucculeri

Die eingegangenen Interessenbekundungen wurden zunächst vom Landesamt für Vermögensgüter geprüft. Anschließend werden sie der Präsidentin des Landesgerichts Bozen, Francesca Bortolotti, sowie dem leitenden Oberstaatsanwalt Axel Bisignano vorgelegt. Sie sollen entscheiden, welches Gebäude für die Unterbringung am besten geeignet ist. Für die Landesverwaltung ist die Aufgabe in dieser Phase damit abgeschlossen.

Kriterien für die Auswahl

Ausschlaggebend für die Wahl des Gebäudes sind nach derzeitigem Stand vor allem mehrere praktische Voraussetzungen. Genannt werden die Größe der Immobilie, ihr baulicher Zustand, notwendige Zertifizierungen sowie vorhandene Säle, Archive und Parkplätze. Zudem spielt eine Rolle, ob das Gebäude sofort genutzt werden kann.

Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi sprach von einer großen Solidarität und einem breiten Interesse an der Erhebung. Für das Gerichtsgebäude habe sich die Wirtschaft stark engagiert. Auch die Stadt Bozen habe auf die Notsituation geschlossen und rasch reagiert.

Sicherungsarbeiten dauern an

Am Gerichtsplatz werden unterdessen die verbliebenen Teile des Gerichtsgebäudes weiter gesichert. Nach Angaben des Hochbauressorts lassen die dabei gewonnenen Erkenntnisse inzwischen die Planung weiterer Maßnahmen zu. Unklar bleibt weiterhin, warum es zu dem Einsturz gekommen ist. Die Ursache ist nach wie vor Gegenstand der Ermittlungen.

Das könnte Sie auch interessieren