Finanzen

Landtag beschließt Nachtragshaushalt über 1,029 Milliarden Euro

„Weniger Schulden, mehr gezielte Investitionen, stärkere Dienste für die Menschen“. Foto: LPA/Gnews

Mit dem Nachtragshaushalt 2026 stellt das Land 1,029 Milliarden Euro bereit. Nach den Beratungen im Landtag kamen zudem rund 57 Millionen Euro zusätzlicher finanzieller Spielraum hinzu.

Der Südtiroler Landtag hat den Nachtragshaushalt 2026 genehmigt.
Der Südtiroler Landtag hat den Nachtragshaushalt 2026 genehmigt. | Foto: LPA/Gnews

Ein zentraler Punkt ist der Schuldenabbau: Darlehen im Umfang von rund 411,6 Millionen Euro sollen vorzeitig zurückgezahlt werden. Dadurch sollen in den kommenden Jahren neue finanzielle Spielräume für Investitionen entstehen.

Schwerpunkte bei Infrastruktur und Sicherheit

Ein erheblicher Teil der Mittel fließt in Mobilität und öffentliche Infrastruktur. Vorgesehen sind unter anderem Gelder für die Instandhaltung von Brücken, neue FLIRT-Züge, den Ausbau von Radwegen, Beiträge für Seilbahnanlagen sowie für die Südspange Brixen.

Der Südtiroler Landtag hat am 22. Juli den Nachtragshaushalt 2026 genehmigt.
Der Südtiroler Landtag hat am 22. Juli den Nachtragshaushalt 2026 genehmigt. | Foto: LPA/Gnews

Weitere Mittel sind für öffentliche Gebäude eingeplant, darunter die energetische Sanierung von Landesgebäuden sowie Neubauten für die Umweltagentur und die Landesnotrufzentrale. Auch für die Sanierung von Schutzhütten und für den Bevölkerungsschutz wird zusätzlich Geld bereitgestellt. Genannt werden außerdem der Ankauf ehemaliger SIP-Gebäude, die Stärkung des NOI Techpark und die Planung des Michael-Pacher-Hauses in Bruneck.

Zusätzliche Gelder für Gesundheit, Familien und Bildung

Im Gesundheitsbereich sind Investitionen für den neuen Modulbau am Krankenhaus Bozen sowie für Familienberatungsstellen vorgesehen. In der Familien- und Sozialpolitik werden das Landeskindergeld vollständig abgesichert, die Stundensätze für Tagesmütter erhöht und die Nachmittagsbetreuung ausgebaut.

Auch Schulen und Kindergärten sollen zusätzliche Mittel erhalten. Vorgesehen sind Gelder für Schulsozialpädagogik, die Aufsicht in der Mittagspause sowie für Lehr- und Kindergartenpersonal. Daneben wird auch in Kultur und Denkmalpflege investiert.

40 Millionen Euro für Ausstieg aus fossiler Energie

Im Umweltbereich sind zusätzlich 40 Millionen Euro eingeplant, um wegen der hohen Nachfrage Maßnahmen zum Ausstieg aus fossiler Energie zu fördern. Weitere Mittel gehen in Wirtschaftsbeiträge, in die Kapitalstärkung der Therme Meran, in die Eishalle Sterzing sowie in höhere WOBI-Beiträge für den Wohnbau.

Die zusätzlich aktivierten 57 Millionen Euro setzen sich aus 20 Millionen Euro Regionsbeitrag und 37 Millionen Euro aus Fondsumschichtungen zusammen. Damit sollen vor allem Bildung, Innovation, Energie, Gebäudesanierung und soziale Maßnahmen weiter abgesichert werden.

Landeshauptmann Arno Kompatscher sprach nach dem Beschluss von einem Kurs aus Schuldenabbau, gezielten Investitionen und einer Stärkung der öffentlichen Dienstleistungen.

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