Achammer und Stoffella pochen auf mehr angewandte Wissenschaft

Beim Treffen von Hugo-Daniel Stoffella mit Landesrat Philipp Achammer ging es um angewandte Wissenschaften. Foto: LPA/Nicole Abler
Landesrat Philipp Achammer und Hugo-Daniel Stoffella, Obmann des Südtiroler Volksgruppen-Instituts (SVI), sehen in einer verstärkten Forschungsoffensive eine wichtige Voraussetzung für den Schutz von Minderheiten auf lange Sicht. Bei ihrem Austausch stand die Überzeugung im Mittelpunkt, dass Minderheitenschutz ohne belastbare wissenschaftliche Grundlagen sowie entsprechende wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen nicht nachhaltig funktionieren kann.
Stoffella sprach sich dafür aus, den von Achammer angestoßenen Ausbau von Wissenschaft und Forschung konsequent fortzusetzen. In diesem Bereich könnten auch attraktive Arbeitsplätze entstehen, die dazu beitragen, Fachkräfte wieder ins Land zurückzuholen. Zugleich verwies er auf die historische Ausrichtung des Instituts, das früher als Wirtschafts- und Sozialinstitut bekannt war.
Künstliche Intelligenz als mögliche Hilfe
Als besonderes Anliegen nannte Stoffella die Frage, wie künstliche Intelligenz für den Schutz und die Förderung von Sprachminderheiten nutzbar gemacht werden kann. Dazu brauche es Antworten, wie neue technologische Entwicklungen zu einem konkreten Vorteil für Minderheiten werden können.
Achammer bezeichnete das SVI als wichtigen Impulsgeber in Fragen des Minderheitenschutzes. Das Institut liefere wertvolle Anregungen. Nun gehe es darum, gemeinsam offen und innovativ nach vorne zu denken, ohne die eigenen Grundlagen und Werte aus dem Blick zu verlieren. Eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Minderheit sei letztlich für alle von Vorteil.